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Wie man die richtige Basiskarte für seine Kartenanwendung auswählt

WMS, TMS, WMTS, Vektorkarten und Orthofotos einfach erklärt

Automatische Übersetzung durch ChatGPT

Was steckt hinter einer flüssigen und detailreichen Kartenanwendung? Ob Logistikplattform, standortbasierter Dienst oder spezialisiertes Informationssystem – die Grundlage ist eine zuverlässige Basiskarte.

Bei der Wahl der Technologie stößt man oft auf eine ganze Reihe von Abkürzungen: WMS, TMS, WMTS, Vektorkarte, Orthofoto. Auf den ersten Blick kann das schnell unübersichtlich wirken. Tatsächlich hat jedoch jede dieser Technologien ihren ganz klaren Zweck. Schauen wir uns die Unterschiede an und wie man die passendste Lösung auswählt.

Verschiedene Kartentechnologien: Was ist was?

Die Wahl der Basiskarte hängt davon ab, was von der Anwendung erwartet wird: Flexibilität, Geschwindigkeit oder eine moderne visuelle Darstellung.

1. WMS – Web Map Service: Flexibilität und dynamische Darstellung

WMS ist eine serverbasierte Lösung, bei der das Kartenbild in Echtzeit entsprechend einer konkreten Anfrage und der ausgewählten Datenebenen erzeugt wird. Anders als bei einem bereits vorgerenderten Bild wird die Kartenansicht direkt aus den Quelldaten erstellt. Dadurch haben sowohl Entwickler als auch Endnutzer die Freiheit, genau festzulegen, welche Informationen auf dem Bildschirm angezeigt werden. So lassen sich beispielsweise mit einem einzigen Schritt Gebäude und Straßen ausblenden, sodass nur Wälder und Gewässer im Fokus bleiben.

Gerade diese Flexibilität macht WMS zur besten Wahl für komplexe Systeme, in denen Daten dynamisch und in unterschiedlichen Kombinationen dargestellt werden müssen.

Damit diese dynamische Funktionalität auch in anspruchsvolleren Systemen reibungslos funktioniert, unterstützt der WMS-Dienst von Regio mehrere Koordinatensysteme. Das macht die Integration in bestehende Software einfach und zuverlässig.

WMS-aluskaart - kihte saab sisse-välja lülitada
WMS-Karte mit ausgeblendeten Straßen und Gebäuden
2. TMS – Tile Map Service und WMTS – Web Map Tile Service: Maximale Geschwindigkeit

TMS und WMTS funktionieren nach einem anderen Prinzip. Hier wird die Karte nicht bei jeder Anfrage neu gezeichnet, sondern es werden vorab erzeugte Raster-Kacheln verwendet.

Das bedeutet, dass alle Parameter – Zoomstufen, Stil, Projektion und Ebenen – bereits im Voraus festgelegt sind. WMTS folgt dem OGC-Standard (Open Geospatial Consortium), der gemeinsame Regeln für die Bereitstellung von Geodaten definiert. Dadurch wird sichergestellt, dass dieselben Kartenebenen in verschiedenen GIS-Anwendungen einheitlich funktionieren.

Dieser Ansatz ermöglicht sehr schnelle Ladezeiten und reduziert zugleich die Serverlast. Die Rasterkarten von Regio werden in hoher Qualität vorgeneriert und sorgen so auch bei einer großen Zahl von Nutzern für eine reibungslose Performance der Anwendung.

TMS Basiskarte (EPSG:3857)
3. Vektorkarten: Modernes Nutzererlebnis und 3D-Fähigkeit

Vektorkarte ist intelligent und interaktiv. Die Daten werden als Vektoren an das Gerät übertragen und erst auf dem Bildschirm des Nutzers zur Karte gerendert. Beim Verschieben oder Zoomen der Karte werden fortlaufend neue Daten vom Server angefordert.

Dieser Ansatz gibt Entwicklern viel Freiheit. Die Karte kann gedreht, geneigt und in 3D dargestellt werden, es lassen sich Animationen hinzufügen und der visuelle Stil, zum Beispiel Farben, individuell anpassen. Damit ist sie eine passende Wahl, wenn das Ziel darin besteht, ein unverwechselbares und interaktives Nutzererlebnis zu schaffen.

Achtung! Da das Bild auf dem Endgerät des Nutzers gerendert wird, hängt die Darstellungsgeschwindigkeit einer Vektorkarte von der Leistungsfähigkeit der Grafikkarte ab.

4. Orthofoto: Digitale Realität

Ein Orthofoto ist keine gezeichnete Karte, sondern ein georeferenziertes Luftbild oder Satellitenbild. Es bietet die visuell realistischste Darstellung der tatsächlichen Landschaft. Orthofotos werden häufig zusammen mit anderen Kartenschichten als Hintergrundebene verwendet (Hybridansicht), um dem Nutzer ein klareres und realistischeres Verständnis der Umgebung und der Lage von Objekten zu vermitteln. In diesem Fall fungiert das Orthofoto zugleich als Basiskarte.

Zusammenfassung

  • WMS ist die richtige Wahl, wenn dynamische Funktionen und die Möglichkeit benötigt werden, Ebenen ein- und auszublenden.
  • TMS oder WMTS sind die beste Option, wenn das Ziel eine schnell ladende, aber unveränderliche Hintergrundkarte ist.
  • Vektorkarten sind ideal, wenn ein modernes Nutzererlebnis mit Drehbarkeit, 3D-Unterstützung und anpassbaren Farben geboten werden soll.
  • Ortofoto ist ein Foto der realen Landschaft.

Hochwertige und lagegenaue Daten gehören zu den wichtigsten Faktoren für den Erfolg jeder Kartenanwendung.